Dortmund führt gendergerechte Sprache ein

Pippi machen wird durch Gender schön.

Dortmund. (OK) Dortmunder Ämter wollen sich auf eine gendergerechte Sprache setzen. Vorbild dafür ist Hannover.

Jedoch was ist überhaupt ein Gender? Die Fernuni Rejkjavik unter Vorsitz von Professor Claudia Scholz hat für Obstkurve sofort recherchiert.

Esoterische Studentenverbindungen haben es Universitäten, Instituten, Organisationen, Parteien und sogar Ländern gezeigt: Jetzt ist es drin. Das ganz normale Verwaltungsbüro verwendet es, das Binnen-I. Es vertreibt online  Sprachverrenkungen mit Querstrichen und waghalsigen Klammerkonstruktionen.  Das Binnen-I wurde ergänzt durch das Außen-A. Jetzt gibt es auch bei Gender*sternchen, Gender_gäpse und Gender-xe. Der HSV heißt heute „Hamburgerinnen SV“. Obstkurve berichtete. Und was zum Teufel ist jetzt ein Gender?

Ein „Gender“ ist ein soziales Geschlecht, das nicht an biologische Merkmale wie Penis, Vagina oder sogar Busen gebunden ist.  Ursprünglich war Gender ein indonesisches Musikinstrument.

In Malmö gehen alle auf ein Klo. Der Schwede braucht kein innen_*. Er geht nach draußen.

Der Begriff wurde ab 1975 sexualisiert. Die Feministin Judith Diener entwickelte ein Gender in der phänomenalen Queer-Theorie und übersetzte es ins Deutsche. Die Vereinfachung hieß, eine sprachlich erweiterte Verschleierung zwischen juristischem, sozialem und biologischem Geschlecht einzuführen. Der Gender wird in diesem Kontext im deutschen Sprachraum meist ins „soziale Geschlecht“ übersetzt und analytisch kategorisiert. Entsprechende Absätze wurden in jüngerer Zeit im Forschungsfeld der selbst ernannten („Geschlechterstudien“, „Geschlechter-erforschunginnen*“) zusammengefasst. Während Österreich beim Kommerzienhofrat/-in* schon vorritt, folgt jetzt Dortmund.

Torten sind Nacht. Eine „gendergerechte Sprache“ schließt kleine Frauen, große Männer oder keine Transsexuelle aus. Geschlechtsspezifische Klos sind bald Geschichte. Alle pinkeln gemeinsam auf der Gendertoilette.

Es sind „Studierende“ statt „Studenten“ oder „Redepult“ statt „Rednerpult“. Und ein „Gendersternchen“ („Lehrer*innen“), falls sich das Wort nicht gendergerecht umwandeln lässt. Und wo sind hier die Gemischtgeschlechtlichen oder Transgender?

„Guten Tag“ statt „Damen und Herren-Klo“

Die Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren“ ist falsch. „Guten Tag“ oder „Liebe Gäste“ ist voll korrekter*innen.

Die Dortmunder Gleichstellungsbeauftragte: „Ich glaube, jetzt ist genau die richtige Zeit dafür.“ Denn es ist 15.27-innen Uhr. Außen jedoch schon 16.38 uhr.

Sowieso versuchten Dortmunder Behörden bereits jetzt alles, um sich gendergerecht zu verständigen. Die Anrede „Sehr geehrter Herr Schmidt“ wird ersetzt durch: „Hallo Schmidtch*en-innen“.

Die TU Dortmund hat herausgefunden: „In der Sprache kann sich Neues durchsetzen. Man muss sich  kollektiv daran gewöhnen, auch in Dorstfeld, also ganz in der Nähe der Uni.“ Die Uni hat sich auf Gender und Diversität spezialisiert und ist Glied beim „Netzwerk Geschlechterforschung NRW“. Das  Gendern mitsamt Gendersternchen soll sich im Alltag etablieren. „Jeder kann es tun“, sagt die Sprecherin.

Malmö zeigt wie es geht. Keiner hat eine eigene Toilette, nur die Minderheit links.

Sprache hat viele Bezeichnungen: „Sie bildet Wirklichkeit ab und gleichzeitig gestaltet sie Wirklichkeit. Sie sollte repräsentativ und inkludierend sein. Und sie wirke sich erschwerend stark auf die Identität ihrer Sprecher*innen* aus“, sagt die Sprecherin.

In der deutschen Sprache seien viele Begriffe grammatikalisch männlich. Autor Günther Grass, Bundeskanzler Helmut Schmidt, 10.000 Studenten. Durch eine feminine Ableitung, wie Studentin oder Autorin, würden zwar auch Frauen in die Sprache einbezogen werden. Aber Inter- und Transsexuelle fänden so immer noch keinen Platz darin.

Deshalb wird jetzt gegendert: Autorin* Günter Grass, Bundeskanzler*in Helmut Schmidt, 10.000 Studentin-nen*. Die freie Sprache: Bundeskanzler* Angela Merkel oder „Bundeskanzlerin* Helmut Schmidt“. Borussia Dortmund heißt ab nächste Woche „Preußens* Glorias“. Die Bürgers sind nicht mehr Dortmunder, sondern Dortmunder_innen+*.

Malmö: Toaletter is much better.

 

 

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