Aus Westfalen nach Preußen

Münster. (OKW) Schon wieder verloren die Unbesiegbaren mit Uwe und seiner kurzen Hose kein Spiel, obwohl es hätte passieren können. Aber auch umgekehrt.

Schon wieder ein Westfalenderby gegen einen Gegner, dessen Stadion nicht weit entfernt steht, aber Blaustelle ist. Deshalb passen nur rund 12.000 rein, davon 2000 Bochumer. Restlos ausverkauft.

Unsere Sitzeplätze in Block F sehr gut gelegen, nahe am Gästeblock mit Ultras, die eine gute Leistung ablieferten. Ein breites Gesangsrepertoire mit genug Abwechslung und rhythmischer Trommelunterstützung. Nur der auf dem Zaun sitzende Obercapo macht Sorgen. Wegen der weichen Teile. Die Münsteraner Fans stehen gegenüber in einer Bretterbude, welche die Akustik schluckt. Von ihnen hörte man praktisch nix.

Links Westkurve.

Als Bier gab es leider bitteres Warsteiner. Früher, als es noch Germania Hörnerpils gab, war alles besser. Erst spät entdeckter Glühwein war schon zur Halbzeit alle. Positiv an der Münsterlandarena im Bau ist zu vermerken, dass die Wartezeiten auch vor dem Spiel und in der Halbzeit viel kürzer waren als sie im altehrwürdigen Ruhrstadion sind. Manko: Obwohl überall ein Schriftzug „Fiege“ zu entdecken ist, gab es leider kein Fiege Pils.

Kein Stau auch an der gut beheizten Containertoilettenanlage. Die Fernuni Nuuk hat das Phänomen für uns untersucht. Ergebnis: Münsterländer müssen nicht so oft wie Ruhrgebietswestfalen. Beweis: Das Klo war voll mit Bochumern.

Ergebnis: 1:1 gerecht wie erwünscht. Anschließend gab es noch einen Plan B, weil der andere Schuppen schon voll war. An- und Abreise zum Stadion erfolgte den Sitten und Gebräuchen Münsters entsprechend mit Fiezen, die nicht geklaut wurden. Sonst wären wir noch nicht wieder da. Unser großer Dank gilt den gastfreundlichen Münsterländern, die uns zu diesem denkwürdigen Spiel einluden. So gelangten wir von Westfalen aus bis nach Preußen, obwohl es nur gut 65 Kilometer sind.

Die Mannschaft feiert mit Uwe (im Bild drin).

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