Bochum. (OK) Es war zwar noch nicht Mai, sondern Sonntagnachmittag um halb zwei, aber um 13.30 Uhr schien die Sonne bei Anpfiff. Und um 15.27 schien die Sonne bei Abpfiff. Aprilwetter.
Die ganze Stadt war mit blauweißen Gierlanden bestückt. Betrunkene Schützen in blau und weißer Uniform bevölkerten um 12.30 Uhr die Fußgängerzone am Kinderkarussel. Das Fiege-Dosenbier stand griffbereit am Kiosk, um unversehrt den Radweg an der neufrisierten Castroper hinaufzuwandern.
Maiabendfest ist der Tarnbegriff für Schützenfest. Eigentlich aber geht es zurück auf die uralte Tradition der Kuhfehde zwischen der Grafschaft Mark und Dortmund. Dortmunder hatten Bochumer Kühe geklaut. Bochumer und Fröndenberger umzingelten die Dortmunder und gewannen die Kühe zurück.

Gewinnen ist gewonnen.
Davon verstehen die Fürther nur wenig. Deshalb schossen sie auch nur halbsoviele Tore wie die Bochumer. Diese wiederum schossen doppelt so viele. Ergebnis: 2:1. Die Tradition lebt. Nur die Kühe fehlten.
Der Mai ist gekommen.

Der Mai ist gewommen.

























