VfL Bochum ist Hedgefonds 2. Klasse

Bochum. (OK) Es war zu befürchten. Aus ist es mit dem eingetragenen Fußballverein VfL Bochum. Er wird jetzt ausgeliedert und als Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) weitergeführt. Insider wissen schon, es ist eine Karnevalsgesellschaft für AA.

80 Prozent der anwesenden rund 2700 Mitglieder stimmten dafür, knapp über 500 dagegen. Die Halle war überfüllt, die Diskussion erstaunlich kurz. Die Medien informierten im Vorfeld ausführlich und fast ausschließlich über die alternativlosen Ausgliederungspläne. Wer ist schuld? Angela Merkel. Der Plan: Anteile sollen gewinnbringend an so genannte Investoren verhökert werden.

Die Frage, wie und warum ausgerechnet Schalke 04, aber auch Vereine wie der SC Freiburg oder der FSV Mainz 05 als eingetragene Vereine in der Bundesliga existieren können, wurde gar nicht oder zu leise von Menschen gestellt, die kein Gehör und kein Medienecho fanden. Da spielt es auch keine Rolle mehr, dass Union Berlin und FC St. Pauli e.V. sind.

Der VfL Bochum e.V. ist Geschichte. Jetzt kommt die Bochum KgaA.

Ob die aktuelle Misere des VfL nicht vielmehr mit sportlichen Fehlgriffen jetzt und in der Vergangenheit zu tun hat, als Spieler vom Hof gejagt und für zu schwach befunden wurden (Vogt, Ostrolek beispielsweise), die jetzt Stammspieler der Bundesliga sind? Der weise Gertjan Verbeek, der Trainer mit Unterhaltungswert und Fachwissen, der schon vor der Saison orakelt hatte, dass kaum einer mal das Tor trifft, wurde folgerichtig entlassen.

Sein Nachfolger I.A. wurde auch entlassen. Dafür Onkel Sam verpflichtet, der den Ball gegen Nürnberg verliert und wie ein Irrer nachsetzt, den Ball zurückerobert und die 3:1 Niederlage einläutet. Jetzt kommt ein neuer Trainer, der unmotivierte und teilweise orientierungslose Spieler auf Vordermann bringen soll.

Wer soll in so einen Verein investieren? Entweder ein von C. Hochstätter angekündigter weit über 80jähriger, der es nicht mitbekommt, oder ein Ölscheich, der seine Rappen und Kamellen mitbringt. Hurra, der neue VfL ist da! Der Hedgefonds, dem das Ruhrgebiet gehört, überlegt noch ob er sich an dem Erfolgsmodell VfL aA beteiligt. Vonovia ist eine so genannte Private-Equity Familie, welche Immobilien kauft und verhökert. Mitglieder braucht die  neue KGAA eigentlich nicht mehr. Sie bleiben im e.V. Ihre Beiträge kommen ausschließlich der Jugend zugute, die auf Bank oder Tribüne versauert.

Wie erst vorgestern bekannt wurde, arbeitet ein Maulwurm im Verein, der vor dem missratenen Spiel in Nürnberg Felix Bastians vergiftete. Damit fiel einer der besten Spieler aus. Weil er sich beschwerte, fliegt er jetzt raus. Damit verliert der VfL den Mannschaftskapitän, stets ein Vorbild an Einsatz, Schnelligkeit, Technik und Kopfballstärke. Außerdem trifft er das Tor. Wer baucht denn so einen Spieler? Was sagt eigentlich Frank Goosen? Welche Suppe kocht er? Der Untergang steht vor der Tür.

 

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