Bochum. (OK) Kaum gibt es zum Spiel ein Fiege-Dosenbier, gewinnt der VfL, selbst mit Unterstützung der Ostkurve. Philippe Hofmann legte den Bierlefeldern nach unnachahmlicher Flanke von Moritz Kwarteng ein Osterei ins Nikolausnest.
Die ostwestfälischen Konterhenten Arminia aus Bierlefeld wurden knapp aber hochverdient mit 1:0 besiegt. Also mal wieder alles in Butter mit Uwe Rösler und seiner unvergleichlichen kurzen Hose.
Das Erfolgsrezept, lautet einfach, aber erfolgreich: Um unliebsame Begegnungen mit ausverkauftem Dosenbier am Kiosk zu vermeiden, wird das Fiege-Dosenbier einfach von zu Hause mitgenommen, in die Jackentasche gepackt, heimlich in die Bahn geschleppt und wegen der Verspätung der Bahnen nach dem Ausstieg in der U-Bahn bis zum Ruhrstadium geleert, die Dose dem Pfandwolf geschenkt, der sich über die 0,25 Cent Pfand freut, bei dem mit leeren Flaschen gefüllten Einkaufswagen. „Ich mache Aktivrente“, sagt er.

Alle wollen das Nikolaus-Weihnachtspaket des VfL aus dem Ruhrstadion abholen: 1:0.
Ins Stadion rein. Und schon ist der Spielgenuss wieder gemütlich. Die Protestierenden haben sich auch wieder entspannt, nachdem die Bundesregierung entschieden hat, dass Pyrotechnik im Stadion legalisiert wird, so lange das Sylvesterfeuerwerk erlaubt bleibt. Friedrich Merz: „Der verantwortungsvolle Umgang der Ultras mit Pyrotechnik im Stadion hat uns überzeugt.“
Die Bierlefelder zündelten was das Zeugs hielt, ohne sich gegenseitig abzufackeln. Einzig die Rauchbomben sind giftig. Die Stimmung war auf dem Siedelpunkt. Während die Ostkurve ihre unverständlichen Lieder sang, feuerten die Obstkurve und die Gegentribüne den VfL mit knackigen „VfL“-Rufen an. Quadrophonie im Ruhrstadion kurz vor der Winterpause.
Fazit: Das Konzept der alternativen Spielvorbereitung ist voll gelungen. Anreise sehr spät. Dafür ab Hauptbahnhof nicht zu Fuß, sondern mit einer leeren Bahn im vollen Bier zum Stadion. Ankunft um 12.48 Uhr, Bier alle, gewonnen. Ohne Glühwein.

























