Kopenhagen. (OK) Fast alle kennen sie, die berühmte Meerjungfrau von Kopenhagen. Doch jetzt wird sie sexistisch verfolgt. Vertrieben von Fanatikern, die es nur auf ihre schönen Brüste abgesehen haben.
Sogar das Kulturministerium beteiligt sich an der frauenfeindlichen Aktion. Journalistinnen und Pfarrerinnen machen mit. „Sie macht uns feuchte Träume“, sagen sie. Das darf in Dänemark nicht sein.
Was Jahrhunderte kein Problem war, wird heute zum Skandal gemacht. Antisocialmedia und andere Hysteriker haben sie schon aus dem Dragor Fort nahe Kopenhagen vertrieben.

Stein des Anstoßes: Die kleine Meerjungfrau, hier im Asyl im östlichsten Ruhrgebiet.
Aber in Deutschland überhaupt kein Problem. Hier stehen sie überall. Meerjungfrauen: An der Goetheuni in Frankfurt. Im westlichen Westfalen, also östlichstes Ruhrgebiet. Und sogar im katholischsten Münster. Natürlich auch im ostfriesischen Leer. Merke: Ost und West.
So weit ist es also heruntergekommen. Nichts mehr mit freie Liebe und Co. in Dänemark, oder sogar in Skandinavien. Stattdessen herrscht heute Prüderei. Die arme Meerjungfrau elendig verjagt. Asyl bekommt sie eben in vielen Teilen Deutschlands, wo man nichts gegen die natürliche Schönheit eines Menschen einzuwenden hat, auch wenn es eine Frau ist. Oder gerade dann.
Es ist nicht die erste Verfolgung. Zunächst stand die große Meerjungfrau in Kopenhagen. Doch dann inszenierten die Puritaner einen Shitstorm. Ergebnis: 2018 musste das Kunstwerk abgebaut und nach Dragor Fort gebracht werden. Jetzt wollen Wutbürger sie auch dort nicht mehr haben, obwohl sie alle Kriterien von Kunst im öffentlichen Raum erfüllt.

Selbst in Frankfurt an der Goethe-Uni kein Problem: Die Meerjungfrau. Aber in Kopenhagen.
Sie regt zum Nachdenken an und ist gut durchdacht, aber auch wohl proportioniert. Noch jedoch ist Dänemark nicht ganz verloren. Der Nachbarort Tarnby will sie. Dort hat man keine Angst vor weiblichen Brüsten. Wir bleiben am Ball.

























