Bochum. (OK) Wie von uns prophezeit, ging der FC Schade 04 an der Castroper sang- und klanglos unter. Vor allem in Hälfte Eins.
Die Blauwale hatten die neue Hymne gesungen: „Uwe, Uwe kurze Hose“. Und Uwe bewies zusammen mit der Mannschaft, was für ein Trainerfuchs er ist.
Übung macht den Meister
Die Woche über trainierten die filigranen blauen Mäuse Spielzüge über links, denn Gerrit Holtmann der ist superschnell. Von seinen Mannschaftskollegen maßgeschneidert in Szene gesetzt überlief er die Schalker Hintermannschaft ein ums andere Mal. Taktisch klug, schenkten die Bochumer den Schalkern das erste Tor nach psychologisch wichtigen 40,3 Sekunden durch Myoshi ein. Die zweite Bude kurz vor der Halbzeitpause durch Philipp Hofmann. Immer vorbereitet durch den Außen Gerrit Holtmann. Mit dem 2:0 waren die Spieler aus dem Nachbarort noch gut bedient. Hätte Holtmann auch in Hälfte 2 gespielt, wäre das Spiel noch deutlicher ausgegangen.
So wurde es in Hälfte 2 etwas ruhiger. Schade 04 hatte wenig entgegenzusetzen, außer zwei illegalen Treffern, die vom guten Schiri ebenso aberkannt wurden, wie das dritte Bochumer Tor. Anders als der Radiokommentator „Die Hupe“ sich zusammenreimte hatten alle echten Schalker in Block D gesehen, was passierte. Der Schalker Spieler zog Timo Horn erst am Trikot, dann würgte er ihn und rammte zum Schluss seinen Ellbogen gegen den Kehlkopf des Torwarts. Übles Foul, Freistoß für den VfL. Nur die verdiente Rote Karte ließ er aus Gnade vor Recht stecken.

So sieht ein echtes Derbystadion aus.
Schalkes Trainer: Wir wussten, wie Bochum spielt. Nur entgegenzusetzen hatten sie wenig. Die echten Schalker wissen, woran es liegt: An der Überheblichkeit. Manche Schalker, außer Klaus Fischer und Tanne Fichtel, behaupteten, das Spiel sei kein Derby. Bochum eine graue Maus. Das haben sie jetzt davon. Sie sind Schade 04. Bevor sie keinen Respekt entwickeln, werden sie eben verlieren, wie jetzt geschehen.
Obstkurve hat die Derbyfrage von der Fernuni in Nuuk untersuchen lassen. Bemerkung: Weil Rejkjavik nicht weit genug entfernt ist, musste die Fernuni von Rejkjavik nach Nuuk umziehen. Ergebnis der Obstkurveforschung: „Ein Derby im Fußball bezeichnet das Aufeinandertreffen zweier rivalisierender Mannschaften, die meist aus derselben Stadt oder der unmittelbaren Region stammen. Es zeichnet sich durch eine besonders hohe emotionale Bedeutung für die Fans und eine historisch gewachsene Rivalität aus.
Die Derbyfrage entscheidet
Beispiele für Stadtderbys: St. Pauli gegen HSV, 60 gegen Bayern, Celtic gegen Rangers. Nordderby: HSV gegen Werden. Und dann gibt es Revierderbys mit allen beteiligten Vereinen des Ruhrgebiets: RWE, MSV, RWO, VfL. Es gibt Westfalenderbys. Oder z.B. VfL gegen Preußen Dortmund.
Fazit: Es gibt zwei Hauptursachen für den klaren Bochumer Sieg: 1.: Das Lied der Blauwale. 2.: Die Hochnäsigkeit mancher Schalker Fans. Wenn sie ein Derby nicht als Derby anerkennen, wie sollen dann die Spieler das wichtigste Spiel der Saison als solches erkennen? Ergebnis: 2:0 für die echten Derbyspieler aus der Ruhrmetropole. Fazit: Wohl dem, der ein Derby hat.
Und hier die Hymne:
https://www.youtube.com/watch?v=LgGQqxMUQXo

























