Pilzpfanne wächst im eigenen Garten

Dortmund. (OK) Die leckersten Pilze (Bild rechts) wachsen im eigenen Garten.

Sie heißen Mai-Ritterlinge. Der Vorteil ist, sie wachsen auch schon im April und können sofort gegessen werden. Man muss sie nur fachgerecht abschneiden, kurz mit dem Pinsel säubern, in die Pfanne hauen, und schon werden sie verhaftet.

Zuvor gilt es, etwas Fett, gültig ist nur Rapsöl, das zum Braten geeignet ist. Dieses Öl wird heiß erhitzt. Dann kommt eine bis zwei Zwiebel dazu und eine oder zwei Zehe Knoblauch. Dieses wird heiß erhitzt.

Die leckersten Mai-Ritterlinge wachsen im eigenen Garten und freuen sich schon auf die Pfanne.

Sind die gewürfelten Zwiebelknollen in Scheiben geschnitten in der Pfanne glasig, können die gevierteilten Pilze aus dem Garten in die Pfanne gehauen werden. Vorsicht: Den Knoblauch nicht vergessen, denn er gehört dazu. Dann kommt etwas Salz und Pfeffer hinzu, aber Vorsicht! Nicht zu viel. Nach fünf Minuten ist alles fertig.

Die heiße Pilzpfanne wird auf einen kalten Teller getunkt und kann mit Messer, Gabel, Löffel etc. gegessen werden. Achtung! Kurz abkühlen lassen, sonst sind sie zu heiß die Maipilze im April.

Hintergrund: Der Pils heißt Mai-Ritterling, weil er vor dem selbstgemachten Klimawandel nur im Mai wuchs. Ursprünglich hieß er Maipilz, wegen der Rittersleut heißt er heut Mai-Ritterling.

Mai-Ritterling hat was mit Hexen

Der Vorteil ist: Er wächst im eigenen Garten, und zwar an bestimmten Stellen im Hexenring. Und zwar ist er flexibel. Mal wächst er, mal nicht. Es kann bis zu Jahre dauern bis er wieder wächst. Manchmal gewinnt man Eimer voll, mal nur eine Pfanne (Bild).

So bleibt auch der Züchter flexibel, weil er nicht gezüchtet werden kann. Er wächst einfach wo und wann er Lust hat. Deswegen wird er auch Katzenpilz genannt.

Der Vorteil ist: Er ist nicht giftig, sondern einfach zu erkennen. Er ist weiß und riecht folgerichtig nach Mehl. Zu verwechseln soll er sein mit dem ziegelroten Rißpils, auch Mairißpilz oder Frißnixpilz. Er ist praktisch ziegelrot und rissig, während der Maipilz schön ist. Der Mairißpilz ist gerissen, er tarnt sich im jungen Alter, aber er schmeckt scheiße, ist hochgiftig und stinkt süßlich unangenehm, während der Maipilz lecker schmeckt und duftet. Aber keine Angst, der Mairißpilz ist nicht tödlich.

Geschätzter Speisepilz

Das ist der Knollenblätterpilz, der angeblich mit dem späten Maipilz verwechselt werden kann, der im hohen Alter flach wird.  Der Vorteil ist: Es ist kein sparriger Schüppling. Es lohnt sich, auf die Züchtungszeiten zu achten. Währen der Maipilz bis Mai-Juni wächst, gedeiht der tödliche Knollenblätterpilz erst ab Juli in feuchten Nadelwäldern udn Mooren, also nicht im eigenen Garten auf der Wiese, die nicht im Bergland liegt.

Der größte Vorteil ist: Man kann alles alleine aufessen. Die Nachbarn folgen einer Grillparty zum Mai-Ritterling nur selten, obwohl wir ihn schon zweimal überlebt haben.

Guten Appetit!

Share Button