Punkinvasion: Spiekeroog – Dortmund

Spiekeroog. (OK) Die Shanty Killers sind zurück beim Dorffest.  Noch ist die Insel also nicht verloren.

Vor und nach Einbruch der Dunkelheit feierten die Shanty Killers beim Dorffest Spiekeroog Party mit Jung und Alt.

Und sogar der Inselbote hat diesen musikalischen Leckerbissen angekündigt. Da durfte die Redaktion nich fehlen. Sie fuhr in den unverdienten Urlaub auf die schönste Insel der Welt. Ohne Autos, ohne Flughafen, mit Zeltplatz und Kiosk. Aber mit Dorfestival.

Auch die Yogalehrerin Maxie sang beim Dorffest wieder schöne Lieder, Oldies, Evergreens und andere Hits zusammen mit Shanty Killer Werner, der locker auf fünf Stunden Spielzeit an der Gitarre kam. Das bedeutet Rekord.

Auch in anderer Hinsicht jagte ein Highlight das andere: Der Klootscheterverein „An de Strand lang“ Spiekeroog feierte seinen 100. Geburtstag, nicht etwa 100jähriges Jubiläum, sondern 100jähriges Bestehen! Begleitet wurden sie von der Bevölkerung, Touristen und Musik. Das Rundfunk-Blasorchester spielte auf.

Über 500 Klootscheter aus 23 Vereinen weltweit kamen zum Jubiläumschampionship an den Strand: Wirt Jan: „Zum Kampfsport“.

Die Werfer schleudern eine mit Blei gefüllte „Hollandkugel“ aus Holz möglichst weit. Einige Kugeln landeten im Publikum. Der Moderator: „Das kann passieren, also aufpassen.“ Die Redaktion blieb trotz Barfuß unverletzt dank ausgefeilter Reaktionsschnelligkeit. Die Spiekerooger Werfer wurden 2. von 23 Vereinen. Der Weltrekord im Klootscheten liegt bei 106 Metern. Begleitet wurde das Jubiläumsfestival von einer ostfriesischen Marching Bänd, die barfuß in der Nordsee „Hey Jude“ und den Filmklassiker Titanic spielte.  Die  Feuerwehrleute waren gut zu Fuß, im Wasser und am Instrument.

Klootscheten: Es geht um Kraft, ausgefeilte Technik und Ausdauer, mit Anlauf.

Das Klootscheterfestival ging von 9.45 Uhr bis spät in die Nacht. Nach 21 Uhr sorgte ein großes Feuerwerk für Oho. An ganz anderer Stelle gab es Tage vorher Musik von The Police und Sting mit Jodeldiplom von „Regatta de Blanc“. „Jo, Jo, Jojo.“

Coverband mit Jodeldiplom: Regatta de Blanc.

Der neue Strandtrend ist das Suppen. Mit dem Standupboot durch den verschobenen Priel paddeln. Dank des angeblichen Klimawandels hat sich der große Priel vorm Hauptbadestrand einige hundert Meter nach Osten verschoben. Dort kann man hervorragend suppen. Nur die Algen sind massiv glitschig. Die Algen vermehren sich. Keiner weiß warum.

Die alte Katzenköterunterkunft „Fallen Anker“ verfällt weiter, nachdem sie wie berichtet verkauft wurde. Bis heute fragen wir uns, wie die so genannte „Fallen Anker GmbH“ dort residieren und Vermögen verwaltet.

Verfallen: Fallen Anker, aber Sitz eines internationalen Trusts. Hier steckt ein Vermögen drin. 

Gerüchteweise heißt es, das Old Lärämie würde ab und an wieder öffnen, gelegentlich. Künstler treiben ihr Handwerk am Strand. Unbekannt ist, ob sie auch in der Künstlerherberge hausen. Am Strand wird derweil das Bruttosozialprodukt versteigert.

Touristische Zwangsarbeiter auf Spiekeroog heben Schützengräben aus.

Aber es werden auch internationale Kunstwerke konstruiert:

Internationale Künstler basteln aus Beutegut am Strand renovierte Kunst: Denn Mann Tau.

Nur das Baden fällt regelmäßig aus. Der Fachkräftemangel macht sich auch bei der DLRG zunehmend bemerkbar:

Regelmäßig fällt die Badezeit aus, aber Schwimmen kann man trotzdem, nur ohne Rettung beim Ertrinken.

Und wenn die Russen kommen, werden sie von den Klootschetern wieder verjagt. Und wir liegen im Schützengraben am Strand und warten bei Ebbe im Sand auf die Flut.

Und sie fahren übers Meer nach Dortmund

Die Shanty Killers schippern wieder aufs Festland. Das nächste Mal schon am Freitag, 26. September. Da spielen sie gemeinsam mit den Dortmunder Invalidenpunks Katzenköter. Und zwar in der Dortmunder Hafenschänke Subrosa.

 

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