Schwimmen auf Spiekeroog 2. Teil

Blick auf Strandhaus und Dünen. Dahinter steht Nr. 338.

Spiekeroog. (OKK) Vor zwei Tagen hatte Obstkurve über die Anfahrt nach Spiekeroog berichtet. Schon war die Redaktion da. Die Anfahrt hatte das Team auf dem Schiff erledigt, obwohl Spiekeroog eine Insel ist.

Nach der Ankunft ging die zweiköpfige Truppe zu Fuß bis zur Unterkunft am Noorderloog, weil es schön ist, wenn kein Fahrrad zur Verfügung steht. Mit Gepäck wäre die Radfahrt vielleicht schwierig, aber es gibt Gepäcktransport, so dass die Klamotten bei Ankunft schon vor dem schönen alten Haus mit Baum am Norderloog stehen und nur darauf warten, endlich ausgepackt zu werden. Aber da haben die Klamotten ihre Rechnung ohne die Reisenden gemacht, denn:

Die haben sich vorher in einschlägigen Pamphleten informiert, welche Spielregeln es gibt. Der moderne Urlauber setzt auf Nachhaltigkeit, Ökologie und regionale Produktion. Auf Spiekeroog isst man Krabben und vor allem Fisch. Und genießt die Idylle. Frische Meeresluft und blaues Wasser mit Salzgehalt und grüne Bäume so weit das Auge sieht.

Kommt das Team nach der nervenaufreibenden Schiffsreise gegen Abend um 20 Uhr an, hat es Hunger. Lokale Restaurangs am Norderloog bieten sich zum Testessen an. Seit Malmö verwendet Obstkurve hier die schwedische Rechtschreibe. Sie ist logischer.

Die Tester fackelten zwei Minuten nach der Ankunft in der Unterkunft nicht lange. Nichts wird ausgepackt. Sondern: Die Treppe runter wieder rausgedackelt auf die Straße. Die nächste Fischbude gesucht. 13 Meter die Straße runter, und dann. Keine Fischbude, sondern ein Restaurang mit Außengastronomie.

Der Weg zum Strand führt durch die Dünen entlang.

Es war der 1. Abend. Das Restaurang liegt am Norderloog, neben der Kneipe Oll Kark, von der später noch die Rede sein Wirt. Das Restaurang heißt: De Balken. Draußen steht dran: Küche bis 21 Uhr. Es gibt Nudeln und Fischgerichte. Das OKK-Duo tritt ein, fragt nach einem Tisch. Es ist 20.25 Uhr. Stöhnendes Personal raunt. „Ich bin kaputt. Dann aber schnell aussuchen. Ich kann nicht mehr.“ Die ausgelaugten Kellnerinnen möchten die verhungernden Gäste am liebsten nicht mehr reinlassen, geschweige denn bedienen.

Aber die Abschreckungstaktik verliert gegen den Hunger. Die Gäste gehen einfach nicht wieder raus. Enttäuschtes Personal. Eine konditionsstarke Serviererin erbarmt sich ihrer. Sie Dame nimmt die Bestellung auf. Die Auswahl geht schnell, denn es gibt Rotbarsch. Es gibt auch etwas zu trinken, was schnell auf den Tisch gestellt wird. Auch die Speisen werden schnell aufgetischt. Leider ist das Essen wie die Mehrzahl der Kellnerinnen. Der Rotbarsch zu trocken paniert, schmeckte wie Tiefkühlfisch vom Discounter mal eben aufgebraten. Trotzdem alles aufgegessen, dann noch fast einschließen lassen und nix wie raus. Gewonnen und überlebt. So schlimm war es nicht. Vielleicht ist das Essen sonst besser.

In den nächsten Tagen wurden Erkundigungen bei den umliegenden Restaurangs am Norderloog eingeholt. Die Expedition ergab, dass die meisten Restaurangs mehrheitlich überwiegend Fischgerichte wie beispielsweise Fisch gebraten auf Saucen anbieten, um die Knusprigkeit zu ölen anstatt den köstlichen Fisch so zu belassen, wie ihn das Meer uns liefert. Aber es gibt mindestens eine Ausnahme. Sie wird noch nicht verbraten. Nach dem Essen geht es ins Bett. Die Nacht ist dunkel.

  1. Tag

Aufstehen. Der Kühlschrank ist leer. Das Frühstück wird in der nebenan gelegenen Künstlerklausel eingenommen. Ein reichhaltiges, aber köstliches Buffet zu einem erschwinglichen Preis in Euro mit fast allem was der Besucher mag. Müsli mit diversen Zutaten, Lax und anderen Fisch, Brote und Brötchen, Rührei mit Schinken, Kaffee, Tee und Kuchen. Beim Fisch ist der Matjes sehr hervorzuheben. Fazit: Sehr gut und nette Bedienung.

Danach wird ein Strandkorb gemietet. Nummer 338 ist frei, liegt mitten am Sandstrand und nicht zu weit vom Wasser weg. 90 Euro für 12 Tage macht 7,50 Euro am Tag. Er wird gleich eingeweiht. Gesund ist die Bewegung, einige hundert Meter zum Klo und zum Strandhaus halten fit. Im Strandhaus gibt es heiße und kalte Getränke, aber auch etwas zu essen. Das ist ok. Der Strandkorb hat nicht die meiste Ausstattung, es fehlen Haken und Aufhängungen, aber sonst ist der grundsolide. Test bestanden. Der Strand hat Sand, das Wasser ist nass. Alles da. Nicht zu voll, aber einige Menschen tummeln.

Anschließend geht es weiter ab beim Grundeinkauf in einem von zwei lokalen Edeka-Supermärkten. Einer bietet auch Brötchen an, neben der lokal Bäckerei, die Backhaus heißt.

Nachmittags wandert die Truppe zur Kneipe Old Lärämie, die hat aber dienstags geschlossen. Auf dem Weg durch die Dünen findet sich eine der spannendsten Inselattraktionen, die Wünschelpassage, aber dazu mehr in der nächsten Folge. Darin erfährt der Leser alles. Wo gibt es den besten Matjes? Wo ist die Dünenpassage zum Wünschen? Was macht man bei Schietwetter?

Ganz in der Nähe befand sich der Teststrandkorb.

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