Hörfolter im Guantanamo-Ruhrstadion

Bochum. (OK) 20.000 im eckigen Rund des ehrwürdigen Ruhrstadions fühlten sich wie gefangen in Guantanamo. Zumindest akustisch war das Spiel zeitweise nach dorthin verlegt.

Vor dem Spiel und in der Pause schepperten und dröhnten die Lautsprecher ohrenbetäubenden Sound von armen Bänds. Sie machen – AC/DC – gute Musik, die aber im Guantanamo-Ruhrstadion total verhunzt wird.

Hinzu kamen unterirdische Leistungen der Blauweißen auf dem Rasen, die Chancen serienweise vergaben, nur um auf einen Fehlpass von Kidney Sam zu warten, der das unverdiente 0:1 einleitete. Folter auch hier.

Trotzdem gelang es den Regensburgern, tatkräftig vom eben aus Guantanamo zurückgekehrten Schiri unterstützt, nicht, das verkaufte Spiel zu gewinnen. Aber nur, weil Tim Hoogland zum altmodischen Mittel des Fernschusses griff, dabei unverhofft Gewurtz traf, von dessen Schoner die Pocke ins Tor trudelte. Verdientermaßen. Also Ende 1:1. Keine Fernsehmillionen verdient, wie jedes Jahr, aber immerhin nicht verloren.

Reihenweise flohen Zuschauer von den Rängen vor dem ohrenbetäubenden Lautsprechergeschepper Marke Guantanamo. Einzig die Ultras hielten es aus.

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