Bochum. (OK) Der sagenhafte VfL hatte alles in der eigenen Hand: Eine satte 1:0-Führung. Das Spiel im Griff, die Aussicht auf eine Million-Fernseh-Euro. Schönes Wetter und einen FC St. Pauli, der fast nichts auf die Reihe kriegte. Bis zur 23. Spielminute. Und dann kam Tim Hooglands Fehlpass in den freien Raum, Patrick Fabians Zweikampfverhalten und das 1:1. Hier hätte der Zuschauer noch den Eindruck gewinnen können, als würde die Mannschaft weiter am Guinness-Weltrekord der 1:1-Unentschieden arbeiten. Jedoch weit gefehlt. Weiterhin blieben Einstellung, Kampfgeist, technisches Geschick oder gar Abschlussstärke Langeweile. StattdessenWeiterlesen
Bochum. (OK) Nicht jedes Mal geht die Post so ab wie gegen Dynamo Dresden, sondern endet im gelben Briefkasten wie gegen Arminia Bielefeld 1:1: Weltrekord! Damit hat der VfL innerhalb von nur fünf Jahren 483mal 1:1 gespielt. Die Serie begann unter Peter Neururer und wird von Gertjan Verbeek auf die Spitze getrieben. Der VfL übertrifft damit den eigenen Weltrekord. Nur deshalb säbelte Bastians drei Mal völlig frei vorm Tor an der Bude vorbei, so aber mindestens doch nicht hinein. Lediglich Selim Gündüz traf mit seiner sehenswert verunglückten Flanke. Verunglückt warWeiterlesen
Bochum. (OK) Der Siegtreffer war das goldene Tor von Thomas Eisfeld. Es symbolisiert das ganze Spiel: Als Johannes Wurtz den Ball eigentlich schon vertändelt hatte, passte er goldrichtig auf Thomas Eisfeld – der einzige Bochumer, der nicht nur weiß wo das Tor steht, sondern auch, wie man einen Ball reinschießt. Zur Überraschung der 12.000 Zuschauer im eckigen Rund des Bochumer Ruhrstadions stand es 1 : 0 und dabei blieb es. Weil Manuel Riemann bravourös eine 197prozentige Torchance der Kräuter nach Jan Gyamerahs Ausrutscher zunichte machte. Wunderbar auch Riemanns Ausflüge alsWeiterlesen
Bochum. (OK) Eine Szene charakterisiert das Spiel: Wütende Bochumer Zuschauer aus Block A bewerfen die Schiris mit einem Bierbecher. Es ging daneben. Der Becher traf Tim Hoogland. Grund für den Fehlwurf waren die zahlreichen Fehlentscheidungen des dänischen Schiedsrichters vor der 90. Minute. War der Unmut bis dahin völlig berechtigt, so war die 1:2 – Niederlage voll blöd. Das dachten 21.000 von 25.000 Zuschauern im schmucken Bochumer Ruhrstadion. Es war das zweite Heimspiel, was fußballerisch nicht super war. Die Spielkultur ist ein wenig in der Wurz. Aber das konnte die BombenstimmungWeiterlesen
Bochum. (OK) Der Trainer ruft. Wir kommen. Gegen Fortuna Dusseldorf ist die Huette voll. Wir haben einen Trainer. Wir haben die Leistung der Pfeife Ron-Robert Zieler im Spiel in Hannover gesehen. Wir waren die bessere Mannschaft und haben trotzdem verloren. Das war Schiebung mit Methode. Kompliment an die Mannschaft, die es danach trotzdem geschafft hat, Gewürzburg zu schlagen. Wir haben kein Geld, wir haben keine Stars, aber wir haben Socken! Und das beste Stadion und das beste Bier der Welt. Und wir haben Bratwurst. Und wir sind noch kein Plastik-Verein.Weiterlesen
Bochum. (OK Der VfL hatte eingeladen. Pils, Currywurst, Grünkohl mit Kasseler, vegetarisches Schily Con Carne, Waffeln. Kurz: alles, was das Fußballerherz begehrt. 800 Bochumer kamen zur Weihnachtsfeier der Fan-Clubs. Unser Trainer und die Spieler mischten sich unter die Festgäste, diskutierten und waren besinnlich angesichts der schönen Aussichten auf die nächsten Heimspiele. Alle hatten warme Füße, weil es seit Tagen neue VfL-Fänsocken gibt. Obstkurve mischte sich unter die hervorragendsten Fänclubs dieser Tage, ging an die Theke, und die Spieler kamen dazu. Nach 30 Sekunden bildete sich am OK-Tresen eine Spielertraube. SieWeiterlesen
Bochum. (OK) Die Mannschaft hatte auswärts unglücklich 2:1 bei Kräuter Fürth verloren. Trotzdem kommen 18.000 bei Sauwetter zum Spitzenspiel gegen Eintracht Braunschweig und feiern ihr Team. Zu Fuß die Castroper Straße hoch. Vorbei an legendären Buden und Kneipen mit Fußballgeschichte. Warum? Weil im Ruhrstadion erstklassiger Fußball geboten wird. Leidenschaft, Begeisterung, Engagement, Einsatzfreude, Elan und fester Zusammenhalt sind die Elemente, welche die Mannschaft und die Zuschauer bei Heimspielen zu einer unglaublichen Einheit verschmelzen lassen. Gänsehautatmosphäre pur. Dieser Magie kann sich kein Fußballfan entziehen. Ein Abend der Emotionen. Die OK-Redaktion machte sichWeiterlesen
Bochum. (OK) „Oh when the Spurs go marchin in“ spielte die Kapelle im Regionalexpress auf dem Hinweg. Superstimmung war damit garantiert. Die Mannschaft revanchierte sich in Hälfte 1 gekonnt für die 0:3 Schlappe von Kaiserslautern, wo der VfL die letzten 18 Jahre nie verloren hatte. Sogar gegen 12 Heidenheimer, denn der Schirif pfiff wie der Betreuer von Heidenheim. Nur in einer Szene nicht, und die führte zum Elfmeter. Verdientermaßen 2:0. Vor 18.700 Zuschauern hatte Peniel Mlapa den VfL zuvor souverän aus spitzem Winkel in Führung geschossen. Wie einst Lothar Emmerich.Weiterlesen